Wenn wir ehrlich sind, ist es extrem schwierig (und selten), etwas zu entwickeln, das wirklich innovativ ist. Und trotzdem hören wir anhaltend: „Sie müssen innovativ sein!“. Viele nehmen automatisch an, wie ich früher auch, dass dies in erster Linie auf der Produktebene geschehen muss und siedeln das Thema Innovationsentwicklung deshalb beim Marketing an. Ist das noch der richtige Weg in Zeiten voller Unruhe und Bedrohung?

Nach meiner Erfahrung sind wir zu sehr darauf fixiert, Neues zu entwickeln. Produktvarianten kommen so schnell auf den Markt, wie Trends aufeinanderfolgen. Mit jährlichen Neuheiten zu punkten, die primär aus der Marktforschung kommen, ist ein überholter Marketing Mechanismus, der viele davon abhält, einen echten Sprung zu wagen!

Ja, Marktforschung liefert uns wichtige Insights über die sich ständig ändernden Bedürfnisse der Kunden. Diese Informationen sind wichtig und entscheidend, um Produkte schneller an die aktuellen Marktgegebenheiten anzupassen – aber ich würde hierbei nicht unbedingt von Innovation sprechen.

Wer echte Innovation mit dem eigenen Hirn und nicht mit dem Produkthammer vorantreiben möchte, der muss sich trauen, etwas rebellischer in die Zukunft zu denken. Es gibt viele Möglichkeiten, sich außerhalb der Produktebene zu innovieren. Logistik, Produktion, Einkauf, Personal, Sales alle können Innovation vorantreiben, wenn sie nicht am Status Quo festhalten wollen. Das ist anstrengend, nervig und bringt viel Unruhe. Aber in Zeiten, wo das Tempo des Wandels weiter zunimmt notwendig, um wirtschaftlich und gesellschaftlich zu überleben.

Leichter gelingt das Thema Innovation, wenn man Menschen um sich herum hat, die gerne furchtlos Sachen hinterfragen, mit denen man sich austauschen und auf Augenhöhe diskutieren kann. So fragte ich mich bei meiner eigenen Innovationsentwicklung vom Smoothie Riegel SMO: Sind Smoothies eigentlich nur etwas für Flaschen?! Gehen nicht auch Riegel?“ Innovation braucht mehr Gamechanger, die kühn etablierte Konzepte, Prozesse oder auch Strukturen in Frage stellen.

Fazit: Etwas, das SO anders ist als das, was bereits auf dem Markt ist, gibt es nicht. Innovation beginnt mit Furchtlosigkeit im Kopf, wenn wir bestehende Konzepte anders denken.

Wer sich traut, seine Themen ohne Scheuklappen zu denken, der wird besser auf die Zukunft vorbereitet sein. Der wird überleben. Der wird auch wieder Mut, Spaß und Leidenschaft in seinen Wirtschaftsalltag bringen – davon bin ich zutiefst überzeugt. 

Schreiben Sie mir an: hello@alexandrariess.de

Ich freue mich auf Sie!

Alexandra Rieß,

Ihre Gamechangerin für Innovation, Marketing und Produktmanagement